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Gasheizung:

Kosten: Gasheizungen sind sehr günstig in der Anschaffung. Hier ist je nach Aufwand mit Kosten zwischen 8.000 und 15.000 € zu rechnen. Derzeit ist eine Gasheizung wohl die wirtschaftlichste Heiztechnologie.

CO-2 Emissionen: Laut Umweltbundesamt stoßen Gasheizungen 247 g CO-2 je kWh(Kilowattstunde) aus. Hier gibt es aber große Unterschiede. Wird z.B. Fracking-Gas eingesetzt, bedeutet das eine wesentlich höher Belastung der Umwelt. Langfristig sollten wir in der Lage sein, synthetisch hergestelltes Gas zu produzieren, wodurch die Umweltbelastung sinkt.

Einsatzbereich: bei Sanierungen gibt es keine Einschränkungen, sofern ein Gasanschluss vorhanden ist. Bei Neubauten ist darauf zu achten, dass eine Gasheizung mit einem auf erneuerbaren Energien beruhenden Heizsytem (z.B. Solarthermie) gekoppelt werden.

Nachteil: derzeit handelt es sich bei Gas um einen fossilien Brennstoff. Neben dem CO-2 Ausstoß ist der Gasimport politisch umstritten. Der Gaspreis wird aufgrund der CO-2-Bepreisung kontinuierlich steigen.

Fördermöglichkeiten: beim Austausch einer bestehenden Heizung und Einbau eines Brennwertkessels Gas gibt es beim BAFA nur noch Zuschüsse, wenn die Gasheizung mit erneuerbaren Energieträgern gekoppelt wird. Der reine Heizungstausch wird nicht mehr gefördert.

Ölheizung:

Kosten: ähnlich Gasheizung.

CO-2 Emissionen: derzeit wird der Ausstoß mit 318 g je kwh angegeben. Wie die Versorgung künftig erfolgt (synthetische Kraftstoffe), ist noch unklar.

Einsetzbarkeit: Ölheizungen sind fast in jedem Gebäude einsetzbar, sofern der Platz für entsprechende Öltanks vorhanden ist. Ca. 30% aller Heizungen in Bayern sind Ölheizungen. Für Neubauten gilt wie bei Gasheizungen die Kopplung mit erneuerbareb Energien. Ab 2026 soll der Einbau von Ölheizungen verboten werden.

Fördermöglichkeiten: der Einbau von Ölheizungen wird staatlich seit dem 01.01.2020 nicht mehr gefördert.

Wärmepumpen:

Kosten: die Kosten für den Einbau liegen je nach Technolgie der Wärmepumpe (Luft, Wasser, Sole) in etw doppelt so hoch wie bei Gas.

CO-2 Emissionen: da Wärmepumpen mit Strom funktionieren, hängt der CO-2 Ausstoß vom Bezugsstrom ab. Laut Umweltbundesamt verursachen Wärmepumpen einen CO-2 Ausstoß von 180 bis 200 g je kWh.

Einsetzbarkeit: der Wirkunsgrad einer Wärmepumpe hängt von den Systemtemeperturen ab. Effektiv arbeitet eine Wärempumpe prinzipiell in Gebäuden mit Flächenheizungen (Fußboden, Wand, Decke). In Gebäuden mit Heizkörpern ist eine genaue Prüfung vorzunehmen, in aller Regel arbeiten Wärmepumpen hier sehr ineffektiv.

Nachteile: Wärmepumpen sind teuer in der Anschaffung und die Betriebskosten liegen momentan über den von Gas- oder Ölheizungen. Wird ein Teil der Energie über eine Photovoltaikanlage gedeckt, kann sich dieses Verhältnis umkehren. Außerdem hat die Bundesregierung das Ziel ausgegeben, den Strompreis zu reduzieren.

Fördermöglichkeiten: Wärmepumpen werden vom BAFA gefördert. Je nach Anlagenart sind mehrer tausend Euro möglich.

Holzpellet

Kosten: vergleichbar mit Wärmepumpen

CO-2 Emissionen: das Umweltbundesamt gibt den C-Ausstoß mit 23 g je kWh an. Das liegt daran, dass bei der Verbrennung von Holz maximal soviel CO-2 ausgestoßen werden kann, wie Bäume aus der Atmosphäre entnommen haben. Die Produktion und der Transport der Pellets verursacht dennoch Emissionen.

Einsetzbarkeit: in jedem Gebäude einsetzbar, sofern ein entsprechender Lagerraum zur Verfügung steht.

Nachteile: dieses Heizsystem ist recht wartungsaufwändig. Man muss alle ein bis 2 Wochen die Asche entnehmen und alle 4 bis 6 Wochen die Brennkammer reinigen.

Fördermöglichkeiten: wie bei Wärmepumpen gibt es hohe Förderungen beim BAFA.

Fernwärme

Kosten: die Wärmeübergabestation ist mit 5.000 bis 6.000 € vergleichsweise günstig. inzu kommen Anschlusskosten, die je nach Entfernung zum Fernwärmenetz und je nach Anbieter stark variieren können.

CO-2 Emissionen: je nachdem, wie die Fernwärme erzeugt wird, gibt es große Unterschiede in Sachen CO-2 Ausstoß.

Einsetzbarkeit: prinzipiell gibt es keine Einschränkungen außer der Verfügbarkeit von Fernwämenetzen. In vielen Gemeinden gibt es für Neubaugebiete sogar einen Anschlusszwang

Nachteile: man ist an einen Anbieter gebunden, d.h. man ist darauf angewiesen, dass der jeweilige Anbieter keine überteuerten Preise verlangt.

Fördermöglichkeiten: manche Versorger bieten Zuschüsse

 

Solarthermie ist als Ergänzung für bestehende Heizungen zu sehen. Ob eine Solaranlage wirtschaftlich arbeiten kann, hängt von sehr vielen Faktoren ab und muss für jeden Einzelfall geprüft werden. In aller Regel amortisieren sich Anlagen nach ca 15 bis 18 Jahren. Dies kann sich zukünftig ändern, wenn Rohstoffpreise steigen und der Markt für Solarthermie aufgrund der Förderungen durch das BAFA anzieht.

Photovoltaik: diese kann ebenfalls als Ergänzung für Heizsysteme gesehen werden. Dadurch, dass nicht verbrauchter Strom ins Netz eingespeist und entsprechend vergütet wird, amortisiert sich PV prinzipiell immer. Man kann hier von ca. 10 bis 13 Jahren ausgehen, bis die Investitionskosten wieder eingespielt sind. PV-Anlagen werden in erster Linie in Kombination mit Batteriespeichern gefördert.

Welche Förderung für welche Heizung zu erwarten ist, erfahren Sie gerne von uns. Kontaktieren Sie und einfach.

 

 

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