Wie geht es mit Photovolatikanlagen weiter, die demnächst aus der EEG-Förderung fallen?

Das Bundeswirtschaftsministerium legt den Referentenentwurf des EEG 2021 vor. Bei Verbänden stößt dieser Entwurf allerdings auf massive Kriitik. So hat der Bundesverband Energiespeicher den Entwurf rechtlich geprüft und kommt zu dem Schluss, dass EU-Vorgaben nicht oder nicht ausreichend umgesetzt werden. Die Kritik ist hier zu finden.

Dabei brennt vielen PV-Anlagenbetreibern natürlich die Frage unter den Nägeln, wie es mit der Vergütung der Anlagen aussieht, die in naher Zukunft aus dem EEG fallen, weitergeht. Hier sieht der Referentenentwurf vor, dass diese mit dem Jahremarktpreis für Strom abgegolten wird. Dieser dürfte sich wohl in der Größenordnung von 3-5 ct je kWh bewegen. Details finden sich im Referentenentwurf. Man darf gespannt sein, welche Entscheidungen letztendlich getroffen werden und vor allem wann.

Derzeit sieht der Entwurf folgende Regelungen vor:

Anlagen. deren Förderung ausläuft, sollen mit intelligenten Messsystemen nachgerüstet werden und können so in die sogenannte Direktvermarktung wechseln. Anlagenbetreiber schließen hierzu einen Vertrag mit einem unabhängigen Stromvermarkter, welcher den Verkauf der Strommengen übernimmt.

Anlagen bis 100 kWp sollen in einer Übergangsfrist bis 2027 auch ohne Nachrüstung eines intelligenten Messsystems einspeisen können, sofern der gesamte Strom eingespeist wird. Die Vergütung soll zum Jahresmarktpreis erfolgen.

Solche Anlagen, bei denen Strom zum Teil selber verbraucht wird (Eigenverbrauch), ist ohne intelligentes Messsystem ein Abschalg auf den Eigenverbrauch zu zahlen.

Sind Anlagen größer als 100 kWp, so sieht der Entwurf vor, dass der gesamte erzeugte Strom ausschlie0lich direkt vermarktet werden muss.

Für kleine Anlagen wird zukünftig nach dem jetzigen Entwurf ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb sehr schwierig, da aufgrund der notwendigen Nachrüstung eines Messsystems entsprechend hohe Kosten entstehen werden. Hier gilt es definitiv noch nachzubessern. Auf change.org hat der engagierte Klimaschützer Manfred Weinhöpl die Petition “Vorzeitige Stilllegung von älteren Photovoltaik Anlagen (Ü20 Anlagen) verhindern” gestartet. Wer noch nicht daran teilgenommen hat und sich für das Thema interessiert, sollte sich hier eintragen. Es ist wichtig, hier ein vernünftiges nachhaltiges EEG zu bekommen, denn nur so ist die Energiewende zu schaffen.

KfW-Förderung rechnet sich nicht

Diese oder ähnliche Aussagen hören wir immer wieder und möchten an dieser Stelle einmal mit diesem Märchen aufräumen. Anhand der sogenannten Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung lässt sich die Aussage recht eindrucksvoll widerlegen.

Mehr

KfW erhöht Förderkonditionen

Die Bundesregierung hat im September 2019 gesetzlich verbindliche Klimaziele auf den Weg gebracht. Daher treten im Januar 2020 zahlreiche Konditionen- und Produktänderungen im Bereich Energieeffizient Bauen und Sanieren in Kraft.

Mehr

Austauschprämien für alte Heizungen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) haben das neue Marktanreizprogramm (MAP) bekanntgegeben.

Mehr

Solarstrom

63.300.000

Megawattstunden pro Tag. So hoch ist der derzeitige Energieberbrauch weltweit.

Mehr